Mirsad Herenda

Mirsad Herenda
Senza titolo
2012 - 50x21x224
Ferro
Eisen
Iron
Mirsad Herenda
Senza titolo
2012 - 50x21x223 cm
Ferro
Eisen
Iron
Mirsad Herenda
Senza titolo
2012 - 85x21x156 cm
Ferro
Eisen
Iron
Mirsad Herenda
Senza titolo
2011 - 123x10x71 cm
Ferro
Eisen
Iron
Mirsad Herenda
Senza titolo
2012 - 133x10x84 cm
Ferro
Eisen
Iron
Mirsad Herenda
Senza titolo
2012 - 30x21x165 cm
Ferro
Eisen
Iron
Senza titolo
Iron

Mirsad Herenda nasce nel 1967 a Gorazde, Bosnia-Herzegovina. Studia dal 1996 a 2002 scultura presso la HFK a Sarajevo. Nel 2007 studia arte con i Professori B. Altenstein F. Hörnschemeyer alla HFK a Brema.

 

Selected Shows

2016
Collettiva Vigevano Open Alps Tour, Golf Club Vigevano. Con Galleria Bianca Maria Rizzi & Matthias Ritter, Milano
Personale Die Bäume des Mirsad Herenda, Atelier Brandt, Brema
Tracce
i, Bi-personale con Mihailo Beli Karanovic, Galleria Bianca Maria Rizzi & Matthias Ritter, Milano. Testo critico di Emanuele Beluffi

2013
GaDeWe, Galerie des Westens, Brema

2012/2013
Galerie Subjekt Objekt, Berlino

2012
Voodoo
, Übersee-Museum, Brema
Flüchtige Natur
- Gerhard-Marcks-Haus, Brema
Junge Kunst im Bundesumweltministerium
, BMU Bonn

2011
Galerie Fuhrmann, Monaco
Resonanzen
, Senator für Kultur, Brema

2010
Andreaspreisträger 2010 „Natur - Mensch
MDR-Börse, Lipsia

2009
Kunstfrühling SPRING !, Brema
Internationale Kunstmesse, cutlog, Parigi
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlino

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Herenda Rudolf Mentges

Die Bäume von Mirsad Herenda von Rudolf Mentges

Wer einmal Mirsad Herenda beim Schweißen seiner Bäume zugesehen hat, wie er tief in Trance diese Gebilde aus Eisen unter seinen Händen entstehen lässt, wird ergriffen von der magischen Verbindung, die zwischen ihm und seinem wachsenden Gebilde spürbar wird.
Mirsad Herenda scheint seinem Baum Leben einzuhauchen. Es entsteht vom Stamm zu den Ästen und bis hin zu den Zweigen eine hoch aufstrebende Form, die seinen Schöpfer an Größe bald übertrifft, und diese Form wird ihrem Bruder in der Natur täuschend ähnlich.

Betrachtet man die fertige Baumplastik, so erscheint sie wie im Winterschlaf gefangen und der Betrachter möchte seine Hand auf die Rinde legen, möchte sanft tastend ihre Natur ergründen, und man spürt bei der Berührung ein leises Erschrecken, denn dieser Baum ist aus Eisen.
Stehen Mirsad Herendas Bäume draußen vor Gebäuden, haben sie mit einer gewollten Rostschicht die Farbe von Holz angenommen. Im Frühling sucht man dann an ihnen nach Knospen; man sehnt sich nach dem ersten Grün, doch erst bei der Berührung löst sich die Illusion mit einem Erschauern.

Diese Bäume sind anderer Natur als draußen im Wald. Sie erzählen viele Geschichten. Geschichten, die sein Schöpfer erlebt und durchlitten hat. Geschichten von Hunger, Krieg und Zerstörung, vom Leid zerrissener Liebe und Freundschaften, vom Verlust von Beziehungen, deren Bänder zwischen Kulturen und Völkern geknüpft waren.
Volksgruppen in Bosnien, die sich lange als Brüder und Schwestern angesehen haben, und friedlich an den jeweiligen Festen teilnahmen, wurden durch für sie selbst unverständliche Geschehnisse plötzlich zu Feinden, die sich im Krieg an vielen Fronten gegenüberstanden. Diese Erfahrung war für Mirsad Herenda besonders schmerzlich und kaum fassbar.

Deshalb stehen seine kleineren Baumkunstwerke da wie Mahnmale nach dem Feuersturm, wie zerbrochene Knochen auf einem Schlachtfeld! Sie stehen auf hohen durch die schweißenden Flammen verfärbten Blechpodesten, die wirken wie Querschnitte durch tiefe Erdschichten. So erinnert deren Tiefe an die langen, dunklen Abschnitte in der Menschheitsgeschichte, in der sich die Knochen von ungezählten Menschheitsgenerationen ablagerten, die in Kampf und Krieg gestorben sind. Sie mahnen noch eindringlicher in schreiender Stille - stellvertretend für alle die Menschen und Wesen in der Welt, die besonders in unserer Gegenwart von kriegerischem Geschehen betroffen sind und fern der Heimat Hilfe suchen.

An den Bäumen des Künstlers gibt es keine Blätter. Sie sind erstarrt wie Versteinerungen, wie eiserne Zeugen von unfassbarem Geschehen, Mahnmale für die Lebenden, wie Geister, die keine Ruhe finden, weil das Unrecht, das ihnen geschehen ist, nicht gesehen und nicht gesühnt wird. Sie schreien nach Aufmerksamkeit für all´ die Bäume, die täglich - durch die Werkzeuge von Menschen gefällt – zu Boden stürzen. Wissen wir nicht, wie nötig wir sie brauchen? Sie versorgen uns mit der Luft zum Atmen, sie schützen unsere Atmosphäre vor zu starker Erwärmung. Sie behüten den Boden vor Erosion und geben unzähligen Arten Lebensraum, die für unser Überleben wichtig sind.

Die Bäume von Mirsad Herenda stehen auch für die Gefahr von Entwurzelung und Bedrohung von Tradition und Vergangenheitsverständnis im menschlichen Erleben. Bäume sind „standhaft“ und wurzeln „unbeirrbar“ in einem festen Untergrund. Sie „wollen“ nicht ausweichen und können es auch nicht. Sie sind darauf angewiesen, dass die Gefahr an ihnen vorbei geht, aber sind auch aller Zerstörung und allen Bedrohungen ausgeliefert.

Schaut man aber genau hin, so scheint es, als würden seine eisernen Bäume aus dem Boden streben, als kämen die Wurzeln schon ein Stück heraus, als wollten sie doch ihren Standort verlassen, als sei er selbst ihnen zu unsicher. Nichts scheint in unserer Zeit mehr gewiss, nicht einmal, dass die Bäume an ihren Standorten stehen bleiben. Es scheint, als wollten sie das Laufen lernen, um in einer anderen, surrealistischen Welt eine neue Bleibe zu finden.

Mirsad Herenda möchte, dass wir über seine Bäume meditieren, in einem ruhigen Moment nachsinnen über die Zusammenhänge in der Natur, von der wir Menschen nur ein Teil sind. Schon immer war der Baum ein Symbol für das Leben. Schon im Paradies stand nicht weit vom Baume der Erkenntnis der Baum des Lebens. Die Symbolik des Baumes begleitet uns in unserer Menschheitsentwicklung.

Wir sprechen vom Stammbaum, wenn wir die Reihe unserer Ahnen anführen und ihrer gedenken. Wir sprechen vom Stamme Abrahams, dem alle drei auf dem Alten Testament gründenden Religionen entspringen, die sich heute teilweise feindlich gegenüber stehen, Auch die Evolution und die Entwicklung der Arten werden oft als Baum dargestellt.

Aber warum wählt er für seine Bäume Eisen als Material?
Unsere Erde besteht in ihrem Kern aus Eisen, dem Element, aus dem viele Waffen bestehen. Dieser Eisenkern erzeugt andererseits das Magnetfeld der Erde, das uns vor dem Sonnenwind beschützt und so das Leben auf der Erde - in der uns bekannten Form - erst möglich macht. Jedes Material kann uns zum Wohl oder zu unserem Leid dienen. Wir habe die Wahl, uns für das Eine oder das Andere zu entscheiden.

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Tracce di Emanuele Beluffi

Tracce di Emanuele Beluffi

TRACCE. MIHAILO BELI KARANOVIC - MIRSAD HERENDA


Scritto in occasione della mostra bi-personale Tracce
presso Galleria Bianca Maria Rizzi & Matthias Ritter
marzo 2016

 

Questo testo poteva intitolarsi Dove sono in questa storia, ma l’ufficio stampa di Emir Kusturica (o del suo editore italiano) avrebbe risposto coi crediti del copyright. E allora: Tracce, ‘ché il senso è lo stesso. Credo che Mihailo Karanovic e Mirsad Herenda si…”troverebbero” molto nell’allure evocata dalla domanda/non domanda, dal momento che questa mostra è un diario visuale in cui ciascuno dei due artisti ha lasciato tracce del suo sentirsi apolide malgrè lui. Quadri e sculture sono depositi della loro anima: un lascito artistico che è ora un po’ anche “nostro”, perché forse mai come in questo caso “guardare un quadro” e “guardare una scultura” significa accogliere un invito. Si innescano i meccanismi della memoria e mi accorgo che le tracce di Karanovic e di Herenda appartengono in parte anche a me, sia pure in un modo smisuratamente meno drammatico -e meno creativo, va da sé.

 

Entrambi i gruppi di opere di questa mostra sono simboli di un’esperienza di guerra e sradicamento, quella che sconvolse i Balcani all’inizio degli anni Novanta e quella “umanitaria” della NATO per buttare giù Milosevic dalla ex Jugoslavia.

 

Tracce. Io per esempio ricordo ancora i briefing quotidiani di Jamie Shea, il portavoce della NATO col compito di aggiornare la stampa mondiale sull’andamento dei bombardamenti, 78 giorni di pioggia di bombe senza sosta su Belgrado: ne ricordo il volto decisamente “tipico”, un po’ da attore un po’ da musicista. Il suo plasticismo performativo era ineccepibile, bisogna dirlo: impossibile non stare attenti quando parlava lui nella sala stampa della NATO.

 

Un altro flash che conservo nella memoria è la foto pubblicata dal Corriere della Sera il primo giorno in cui uscì a colori, maggio 1999, bombe su Belgrado e in prima pagina il volto di un’anziana serba mentre in lacrime accende una candela in una chiesa ortodossa.

 

E del resto sono impresse nella mente di chiunque abbia più di trent’anni le immagini del massacro di Srebrenica o della distruzione del ponte di Mostar, per non parlare della gente in strada nell’era Vuk Drašković o dei corpi di Boško e Admira trovati abbracciati vicino al ponte Vrbanja a Sarajevo: salti temporali e politici ed etici di pochissimi anni durante i famigerati -in tutti i sensi- Novanta.

 

Le opere di Mihailo Karanovic e Mirsad Herenda, diverse nella loro materialità, sono tuttavia un perfetto connubio: in questo caso non vale il detto per cui gli opposti si attraggono, anzi, gli acrilici di Karanovic e il ferro di Herenda si sposano nella loro assoluta, individuata e singola diversità nel circolo dell’espressività che li accomuna.

 

Ma, come capita sempre quando si ha a che fare con il prodotto della creatività, il senso dell’opera d’arte è sempre simbolico e non a caso il filosofo Ernst Cassirer titolò il suo libro (di-Estetica-e-non-solo) Filosofia delle forme simboliche, perciò il “messaggio” è sempre obliquo, parte dal qui e ora ma arriva all’universalità.

 

Iniziamo col pittore. Vedete alberi neri che si stagliano come baluginii oscuri su di un fondo scabro percorso da accenti, segni, concrezioni e parole. Il nero ha un valore semantico diretto e indiretto, segnico e simbolico: Karanovic dipinge alberi neri per simbolizzare il certificato di morte della Natura, ma sono anche paragonabili ai santi dalle icone. Non solo: essi rappresentano il controcanto di un’etica che non c’è più e in questo senso possiamo dire che c’è tutto Karanovic in questa nuova serie detta Herbarium –si pensi alla serie di qualche anno fa SUPER FUTURO, scenario alla Blade Runner che anticipava nel presente l’obbligo della scelta fra Bene e Male. Molti Herbarium presentano date (16-06, 21-02…) e anni solari (1992, 1999…) che coincidono con momenti particolarmente significativi della biografia dell’autore, trattandosi di annotazioni intrinsecamente connesse ai bombardamenti negli anni Novanta ma non solo, perché a volte il discorso si amplia agli anni dell’atomica (1952, 1955, 1945) e al disastro di Chernobyl (1986).

 

Un accentuatissimo biografismo che si estende dai limiti dell’autobiografia applicandosi a un discorso di respiro più universale che da l’impronta di sé anche alla produzione di Mirsad Herenda: materiale povero ma non da poveraccisti e nemmeno da poveristi embedded (qualunque rifermento all’Arte Povera è puramente voluto), ferro saldato e gocce di metallo che si depositano a formare il sottobosco di  drammatici “paesaggi” silvani sormontati da alberi che coi loro rami piegati ad arco sembrano violentemente flessi da un vento vorticoso.  Anche Herenda ci parla della guerra, di una guerra non sua, che l’ha indotto a cercare negli anni il suo Heimat, la sua “casa”, la sua “patria”. Le sue sculture sono carne viva, testimonianza di un dramma che si estese fin da subito dai confini territoriali e che interessò la comunità internazionale tutta: qui abbiamo un tributo alla Natura, anche in questo caso lontano anni luce dal cliché moraleggiante e ambientalista, ma se nel caso di Karanovic abbiamo un certificato di morte della Natura, nelle sculture di Herenda essa diventa una specie di culla, il tributo a una dimensione protettiva perché i boschi salvarono per davvero l’artista e i suoi cari dalla morte durante i bombardamenti. Anche in questo caso però ci troviamo di fronte a una produzione d’arte che ha anche un messaggio forte, quindi un codice morale se vogliamo dire: l’uomo si rinnova completamente grazie all’esperienza e il valore simbolico di questo messaggio risiede proprio nell’uso del ferro, con le gocce che si depositano naturalmente sulle sculture o al fondo di esse a formarne il sottobosco da cui, anche qui, possono egualmente germogliare il Bene e il Male.

 

Emanuele Beluffi

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